Physiker, Forscher &
Wissenschaftskommunikator

Dominik John

Abstract

Als Forscher bringe ich gern Licht ins Dunkel: Ich entwickle neue Röntgenverfahren, die sichtbar machen, was herkömmliche Scanner übersehen. Abseits des Labors teile ich meine Begeisterung für Wissenschaft und Technik in Videos, Podcasts und Artikeln.

Porträt von Dr. Dominik John, Physiker, Forscher und Wissenschaftskommunikator an der Technischen Universität München

Über mich

Ich bin Physiker und Forscher an der Technischen Universität München. In meiner Forschung arbeite ich daran, Röntgenbilder durch zwei neue Arten von Kontrast zu verbessern: Phasenkontrast und Dunkelfeld. Mit diesen Techniken lassen sich Details erkennen, die in herkömmlichen Röntgen-Scannern schwer oder nicht sichtbar sind. So lässt sich z. B. bei der Kryoablation, einer Tumorbehandlung, gefrorenes von ungefrorenem Gewebe unterscheiden, oder es werden kleinste krankheitsbedingte Veränderungen im Gewebe sichtbar.

Besonders begeistert mich die virtuelle Histologie: eine neue Technik, mit der sich Gewebeproben in 3D und mit Mikrometer-Auflösung darstellen lassen. Die Technik hat das Potential, Diagnostik und Krankheitsforschung deutlich voranzubringen. Die Methode macht es möglich, Gewebeproben in hoher Auflösung und in 3D anzusehen, also so, wie sie im Körper ursprünglich vorlagen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem, was heute in der Pathologie üblich ist: das Zerschneiden des Gewebes in zweidimensionale Scheiben, die immer nur einen Teilbereich zeigen.

Neben der Forschung ist Wissenschaftskommunikation für mich ein Herzensthema: Ich berichte gern davon, wie wir mit Wissenschaft und Technik unser Leben besser machen können, zum Beispiel in der Gesundheitsversorgung. Das mache ich durch YouTube-Videos, Podcast-Beiträge, Blog-Artikel und ab und zu bei einem Science Slam.

Für Kooperationen sowie bei Interesse an Software-, Website- oder Videoprojekten freue ich mich über jede Nachricht!

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RöntgenProbeDetektor
Die Probe schwächt den Strahl ab. Herkömmliche Röntgenscanner messen nur das, deshalb sehen Gewebe mit ähnlicher Absorption fast gleich aus.
Ein fester SchnittProbe in jeder Richtungund Ebene betrachtenTumor und Gefäß als 3D-Modell
Klassische Histologie: Das Gewebe wird in dünne Scheiben geschnitten. Jede Scheibe ergibt ein festes 2D-Bild, und die Probe ist danach verbraucht.

Forschung

Phasenkontrast-Röntgen-CT-Rekonstruktion von Dr. Dominik John, Technische Universität München

Phasenkontrast- & Dunkelfeld-Bildgebung

Brechung und Kleinwinkelstreuung von Röntgenstrahlen liefern Kontrastkanäle, die über die herkömmliche Absorption hinausgehen, sowohl an gitterbasierten Laboraufbauten als auch am Synchrotron.

Abb. aus IEEE TIP 2026 · CC-BY

Farbiges Röntgen: histologieähnliches Bild aus Röntgen-Mikrotomographiedaten von Dr. Dominik John

Virtuelle Röntgenhistologie

Anatomische Information bis auf Gewebeebene aus 3D-Röntgenscans gewinnen, um biomedizinische Forschung und Diagnostik zu unterstützen, ohne die Probe zu schneiden, wie es die klassische Histologie erfordert.

Dunkelfeld-CT zur Überwachung von Gewebevereisung

Dynamische & funktionelle Tomographie

Multimodale Beobachtung dynamischer Prozesse: Phasenkontrast- und Dunkelfeldkanäle ergänzen die herkömmliche CT um zusätzlichen Kontrast und quantitative Information. Ein Beispiel ist die Verfolgung einer Kryoablation in Echtzeit.

Abb. aus Sci. Rep. 14, 5599 (2024) · CC-BY

Medien & Presse

Publikationen

Begutachtete Fachartikel. Die vollständige, aktuelle Liste gibt es auf ORCID und Google Scholar.

Erstautor

Koautor3 Artikel · anzeigen ↓

Ausbildung

  1. 2023-2026Dr. rer. nat., Technische Universität MünchenAbschluss mit summa cum laude. Dissertation: Quantitative Modulation-based X-ray Microtomography. Entwicklung von Methoden, die mit 2D-Modulatorgittern ein bekanntes Muster auf den Röntgenstrahl prägen und dessen Verzerrungen verfolgen, um Phasen-, Absorptions- und Dunkelfeldkanäle quantitativ zu rekonstruieren. Die entstandenen Auswertungspipelines werden heute routinemäßig für Nutzerexperimente an den Beamlines P05 und P07 bei DESY (Helmholtz-Zentrum Hereon) eingesetzt.
    Betreuerin: Prof. Dr. Julia Herzen.
    ↓ Dissertation herunterladen
  2. 2025Gastwissenschaftler, Monash University, AustralienSechsmonatiger Forschungsaufenthalt in der X-ray Imaging Group von Prof. Dr. Kaye Morgan und Prof. Dr. David Paganin. Experimente an der MCT-Beamline (Micro Computed Tomography) des Australian Synchrotron, bei denen der zentrale Datensatz für die Advanced Science-Publikation zur virtuellen Röntgenhistologie entstand.
  3. 2020-2022M.Sc. Biomedical Engineering & Medical Physics, Technische Universität MünchenJahrgangsbester. Masterarbeit: Dynamic X-ray dark-field tomography for monitoring of cryoablation
  4. 2017-2020B.Sc. Physik, Technische Universität MünchenAbschluss unter den besten 10 % des Jahrgangs

Auszeichnungen

  1. 2025FastForwardScience: Young Scientist Award (Long) & Best Debut VideoErster Preis in zwei Kategorien für das Video „Warum sind Röntgenbilder immer noch schwarz-weiß?“
  2. 2020-2022Bayerische EliteAkademie: zweijähriges AuswahlprogrammInterdisziplinäre Ausbildung in verantwortungsvoller Führung, Unternehmertum und Ethik in mehreren Präsenzmodulen

Angebot

Ich unterstütze Forschende und Institutionen bei wissenschaftlicher Software, Websites für die Wissenschaftskommunikation und der Produktion von Erklärvideos.

Texte

Essays auf Medium über die überraschende Physik alltäglicher Dinge (auf Englisch).

Auf Medium lesen →

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Technische Universität München · München